Lebendige Räume: Umbauen in Münster
Shownotes
Shownotes 00:00 Intro und Beschreibung der Staffel Jennifer Matthäus von NRW.URBAN eröffnet die Folge mit einem Überblick auf das zentrale Thema der aktuellen Staffel: Lebendige Räume.
00:49 Beschreibung der Folge Wir befinden uns auf der EXPO REAL 2026 in München – am Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen. Dort zieht sich eine Frage durch viele Gespräche: Was machen wir mit dem, was schon da ist? Mit leerstehenden Gebäuden oder gar ganzen brachliegenden Flächen? Dieser Frage widmen wir uns in dieser Episode.
01:35 Umbau im Bestand in NRW Wir haben unsere Gäste und Standpartner gefragt: „Was lernen wir aus NRWs Erfahrungsschatz im Bereich Wiederverwertung von Gebäuden und Flächen?“ Dr. Reimar Molitor (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Region Köln Bonn), Frank Rock (Landrat, Rhein-Erft-Kreis) und Anna Leisten (Strukturwandelmanagerin, Gemeinde Merzenich) kommen zu Wort.
04:50 Konversion der ehemaligen Oxford- und York-Kasernen in Münster Stephan Aumann (Geschäftsführer, KonOY) über den Wandel vom Militärstandort zum neuen Wohnquartier in Münster. Heinz Weifels (Prokurist, NRW.URBAN) erläutert dazu Herausforderungen und Chancen im Bereich Denkmalschutz.
13:04 Was entsteht in Münster? Stephan Aumann zu gemischten Wohnformen im neuen Quartier.
14:54 So ein großes Quartier baut niemand alleine Heinz Weifels über die Zusammenarbeit von NRW.URBAN, KOnvOY und der Stadt Münster.
16:56 Messestand als Schaufenster Reimar Molitor über den Gemeinschaftsstand NRW bei der EXPO REAL als Schaufenster. Hier treffen viele Akteurinnen und Akteure zum Austausch zusammen.
18:38 Fazit und Ausblick
Weitere Informationen:
https://nrw-urban.de/projekte/muenster-konversion-der-quartiere-york-und-oxford/
Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu unserer dritten Staffel des Podcasts FutURBAN von NRW.URBAN.
00:00:13: Mein Name ist Jennifer Matthäus.
00:00:16: Wie immer nehmen wir sie mit auf eine Reise quer durch Nordrhein-Westfalen, und richten diesmal den Blick darauf was unsere Projekte ganz besonders macht.
00:00:26: Eines haben alle unsere Projekte gemeinsam im Mittelpunkt stehen die Menschen ob es um neuen Wohnraum geht lebenswerte Quartiere nachhaltige Gewerbeflächen oder die Wiederbelebung brachliegender Areale.
00:00:40: Wir möchten lebendige Räume schaffen für und mit den Menschen!
00:00:50: Für unsere aktuelle Episode verlassen wir Nordrhein-Westfalen und fahren nach München.
00:00:55: Dort waren wir auch dieses Jahr auf der Expo Real, der internationalen Immobilienmesse.
00:01:00: Der Gemeinschaftsstand Nordrheinwestfalen war drei Tage lang Schaufenster und Marktplatz zugleich – Termin im halbstunden Tag und eine Frage, die zog sich dort fast durch jedes Gespräch.
00:01:16: Was machen wir mit dem was schon da ist?
00:01:19: Mit leersteigen Gebäuden in seltenen Fällen sogar mit ganzen Orten?
00:01:23: dazu haben wir spannende Gespräche aus München mitgebracht und damit viel Vergnügen mit der neuen Episode von Futuran.
00:01:38: hier hört man die typischen Geräusche von unserem Messestand.
00:01:41: Dort war ein großes Thema Der Umbau im Bestand.
00:01:45: Das ist an sich kein Spezialthema aus Nordrhein-Westfalen, aber unser Bundesland hat große Erfahrungen mit den Wiederverwerten von Arealen und auch Gebäuden.
00:01:54: Deshalb haben wir bei unseren Gästen auf dem Gemeinschaftsstand Nordrheinwestfalen ganz genau nachgefragt was Planerinnen und Planer so wie verantwortlich in den Kommunen aus dem Erfahrungsschatz aus NRW lernen können.
00:02:07: Hier hören wir mal rein, was Reimar Molitor zu dem Thema gesagt hat.
00:02:11: Er ist Geschäftsführungsvorstandsmitglied der Region Cologne Bonn eV.
00:02:15: Also das Land hat ja große Erfahrungen
00:02:18: im
00:02:19: Wiederverwerten von Arealen und Gebäuden.
00:02:22: Der größte Erfahrungsschatz liegt wahrscheinlich im Ruhrgebiet den wir schon auch transferiert haben in die Rheinschiene für unsere erste Welle von Umwandlungen und Nachnutzung Und das geht jetzt in allen Maßstäben weiter.
00:02:35: Also wir haben von den großen Kraftwerkstandorten im Rheinischen Revier bis hin zu kleinen Kirchenprojekten eigentlich im Augenblick so eine Art Umbaukultur-Turbo, kann man sagen und davon kann man sich eine Menge abgucken und transferieren.
00:02:51: dafür sind wir unter anderem hier auf der Messe.
00:02:53: Ein Talk am Stand widmete sich den Erfahrungen aus dem Rheinische Revier.
00:02:57: Mit dabei war Frank Rock, Landrat aus dem Rhein-Erftkreis und er hat über seine Erfahrung beim Umbau eines mittelalterlichen Kloster gesprochen.
00:03:05: Das Kloster wird in einen Ort der Innovationen und Bildung transformiert.
00:03:10: Also
00:03:11: die Idee war gerade mit Blick auf die Bildungsstrukturen im Kreisen
00:03:15: noch ein Haus zu schaffen wo Innovation, wo Bildung zusammengeführt wird.
00:03:20: Und wir hatten das Glück im Grunde genommen das
00:03:22: alte Kloster was
00:03:24: immer ein Bildungs- und Sozialstandort
00:03:26: war für
00:03:27: die Nonnen, die auch noch heute da sind.
00:03:30: Also das Gebäude hat sich jahrelang verändert weil es immer wieder angebaut worden ist.
00:03:34: eine große Klosterkirche
00:03:36: ist auch
00:03:37: drin.
00:03:37: Das wird unser
00:03:37: Veranstaltungsraum
00:03:39: in den Oberlichter, die im Grunde genommen ja einen kirchlichen Charakter haben wollen wir erhalten.
00:03:44: Wir wollen's aber heller machen also von
00:03:47: all auf
00:03:47: neu.
00:03:48: das ist unser Anspruch für das gebäude.
00:03:51: Aber das Gebärde soll man eben
00:03:53: auch neue Perspektiven
00:03:54: ermöglichen.
00:03:55: Manchmal ist tatsächlich auch ein ganzes Dorf plötzlich da quasi ungenutzt, das nun darauf wartet um gebaut und wiederbelebt zu werden.
00:04:04: Davon erzählt uns auf der Messe Anna Leisten.
00:04:06: sie ist Strukturwandelmanagerin in der Gemeinde Merzenich.
00:04:10: Sie begleitet dort den Umbau und die Revitalisierung des geretteten Tagebau-Dorfes jetzt Zukunftdorfes Bürgewalt.
00:04:17: Für eine Herausforderung ist das auf jeden Fall ein gesamtes Dorf neu zu entwickeln, neu zu denken.
00:04:23: Vor allen Dingen im Bestand neu zu danken und das ist unser Fundament für die Gesamtentwicklung.
00:04:27: Wir wollen völlig neue Bäume schaffen indem wir die vorhandene Identität mit in den neuen Entwicklungen nehmen.
00:04:33: Wir möchten gar nichts
00:04:35: Neues
00:04:35: auf der Grünen Riesen entwickeln sondern wirklich damit umgehen was wir vor
00:04:38: Ort sehen Weil wir
00:04:39: konzentrieren uns da natürlich auf das machbare, auf das was möglich ist und möchten so viel bestanden.
00:04:44: Soviel identitätsprägende Bestand wie möglich
00:04:47: mit in die neuen
00:04:48: Projektentwicklungen übertragen.
00:04:50: Ein weiteres Projekt haben wir uns im München ganz genau angeschaut Und zwar die Entwicklung des Jörgquartiers in Münster-Gremmendorf.
00:04:57: In dem Stadtteil lag jahrzehntelang die Jörggasäne der britischen Streitkräfte.
00:05:02: Backstein bauten aus den dreißiger Jahren ein Truppenübungsplatz Panzerhallen eine rote Backsteinmauer drum herum.
00:05:09: Heute entsteht daraus ein neues Stadtviertel, das Jogh-Quartier.
00:05:13: Und das Besondere daran ist Münster reist nicht einfach alles ab und baut neu – die Stadt baut im Bestand weiter!
00:05:21: Darüber sprachen wir auf der Messe mit zwei Gästen, die das Quartier sehr genau kennen.
00:05:26: Stefan Aumann, Geschäftsführer der Konvoi GmbH des städtischen Entwicklungsgesellschaft für die ehemaligen Kasernflächen in Münster und Heinz Weifels Prokurist & Bereißleiter Projektmanagement bei NRW O'Bahn.
00:05:38: Eine Kaserne, ja die ist ein Ort den die meisten Menschen in der Regel nur von außen kennen und mitten in der Stadt und trotzdem nicht Teil davon.
00:05:47: Auf dem Messer haben wir Stefan Aumann gefragt wie die Stadt Münster mit dieser Situation umgegangen ist.
00:05:53: Zwei Tausend Dreizehn sind die britischen Streitkräfte aus Münster abgezogen.
00:05:57: dann war auch das Jahr indem die Kasernee wirklich leer gezogen war und einfach abgeschlossen.
00:06:02: erstmal stand.
00:06:04: Es folgte, was sehr gut gelaufen ist.
00:06:06: Eine ganz intensive Bürgerbeteiligung.
00:06:08: Die Stadt hat viele Werkstätten durchgeführt und die Bevölkerung mitgenommen.
00:06:12: Welche Ziele für die Fläche bestehen?
00:06:14: Darauf aufbauern sie einen Wettbewerb organisiert.
00:06:17: Das war schon ganz wichtig, die Unsicherheit der Nachbarn des Stadtteils ein bisschen zu nehmen.
00:06:22: Und das auch ganz klar gesagt wurde.
00:06:23: wir wollen auf die Belange der Bevölkerung eingehen.
00:06:26: Aber gleichwohl, es stand erst mal als Kaserne umschlossen.
00:06:30: Nicht zugänglich nicht durchfahrbar wie eine Stadt in der Stadt in einem Stadtteil und aus bekannten Gründen ab zwei tausend fünfzehn ist auch die gesamte Fläche vom Land genutzt worden zur Unterbringung geflüchteter Menschen.
00:06:43: das hat eigentlich diese abgeschlossenheit nochmal ein bisschen verlängert so dass diese fläche eigentlich für die Bevölkerung weitgehend entzogen war.
00:06:51: Wir hatten am Anfang Rundgänge gemacht, wo sehr viele Bürger kamen.
00:06:54: Die einfach neugierig waren und was quasi hinter den Mauern, hinterm Zaun war.
00:06:58: Das hat sich mittlerweile aber sehr gegeben.
00:07:00: Wir haben schon viele Dinge auf den Flächen realisieren können eine große Wohnsiedlung wir haben einen großen Landschaftspark der sehr stark angenommen wird von der Bevölkerung.
00:07:09: Es gibt in einem alten Gebäude eine Pop-up Kneipe von einer Initiative die sich um ein Bürgerhaus kümmert also ganz viel Anlässe in die neue Kaserne oder in das neue Quartier zu gehen.
00:07:20: Die Grundschule war quasi einmal genäht, wo viele Menschen automatisch auf die Fläche kamen und man merkte nach und nach erobern sich auch die Menschen aus dem Stadtteil.
00:07:30: Die Gremendorferinnen und Gremdorfer haben immer mehr Alltagsanlässe auf den Bereich zu gehen so dass ich behaupt würde jetzt ist es wirklich im Stadtteil angekommen wirklich durchgängig.
00:07:41: die Menschen fahren mit dem Fahrrad durch mit dem Auto sodass es mehr ein Stück Stadtteil wird.
00:07:49: Es ist eigentlich ein Neubauquartier insgesamt, aber mit guten tollen alten Strukturen.
00:07:54: Diese alten Backsteingebäude sind sehr markant.
00:07:57: Sie haben einen tollen Giebel und die Höhe der Gebäude ist besonders natürlich auch die Größe der Gebärde dass so viele auf einem Fleck stehen und auch sehr geordnet stehen wie in einer städtebaulichen Figur.
00:08:09: sie bieten auch eine Menge Raum zum umnutzen.
00:08:12: Da ist ein eigentlich Zweckgebäude.
00:08:14: In dreißiger Jahren errichtet mit einem sehr starken Betonanteil, dass also die einzige Hülle sehr stabil ist und erlaubt vielen Käuferninvestoren innen umzubauen.
00:08:23: aber natürlich gehört zur Wahrheit auch das der Aufwand den einen Mensch aus dem Gebäude ja ein neues Wohngebäudemachen will schon sehr hoch ist.
00:08:31: Der kommt eigentlich demgleich was man bei einem Neubau auch ausgeben würde und das ist erstmal natürlich eine gewisse Hürde.
00:08:37: Das möchten nicht alle bauen, die so in den Metier sich bewegen.
00:08:42: Und natürlich kommt das Thema Denkmalschutz noch dazu.
00:08:46: Obwohl da meine Erfahrung ist, dass es eigentlich für Ort immer wieder gute Kompromisse gibt.
00:08:50: Wichtig ist einmal, dass man eine Erzählseite eines Gebäudes hat, die möglichst erhalten bleibt und auf der anderen Seite anbauten vornehmen kann wie Balkone oder größere Fenster, die einfach moderne Wohnform ermöglichen.
00:09:03: Deswegen ist das eine Anstrengung mit einem Denkmann umzugehen Aber ich bin mir sicher, dass das auch ein sehr starkes Markenzeichen der Kaserne werden wird.
00:09:12: Viele der alten Kasernengebäude stehen unter Denkmalschutz oder gelten als Denkmalwert.
00:09:17: Für sie stand Abriss nie zu Debatte.
00:09:20: NRW Urban hat eine große Erfahrung dazu wie man mit solchen Gebäudebeständen umgehen kann und was man zuerst im Betracht ziehen sollte wenn solche Areale umgebaut werden müssen.
00:09:31: Mein Kollege Heinz Weifels erklärte uns in München dazu Folgendes.
00:09:35: Wenn Deckmalschutz vorhanden ist, dann kann man erst mal gar nicht über Abriss nachdenken sondern das wäre nur im Fall von der völligen Unwirtschaftlichkeit irgendwann gegeben falls mit den Denkmalbehörden zu vereinbaren.
00:09:47: aber grundsätzlich ist ja wichtig ob Gebäude von ihren Grundrissen und von der Substanz noch geeignet sind für eine Vollgenutzung die auf so einem Standort vorgesehen.
00:09:58: Das muss erst mal im Einklang mit den Zielüberlegungen der Kommune stehen.
00:10:02: Weitere Überlegung, die man anstellen muss eigentlich mittlerweile wenn man dann Nachhaltigkeitsaspekten das Ganze betrachtet – das Thema Grauenergie, Lebenszyklusanalyse ist es überhaupt wirtschaftlich das Gebäude zu erhalten in Sinne von was gewinne ich damit auch zum Thema Energie
00:10:21: z.B.?
00:10:23: Das sind Aspekte, die werden immer mehr in den Vordergrund kommen.
00:10:26: Sie sind eigentlich schon heutzutage sehr aktuell aber wir müssen darauf schauen dass es mehr Gewicht bekommt in der Bewertung von alter Substanz und das gelingt gerade in Münster nach unserer Beobachtung sehr gut.
00:10:41: Eine Kaserne wurde nicht für Familien gebaut.
00:10:43: sie ist für Soldaten gebaut lange Flure große Stuben in denen viele Männer zusammen übernachtet haben.
00:10:50: Die städtische Entwicklungsgesellschaft Konvoi baut gerade diese alten Gebäude um.
00:10:55: Aus diesen Militärgebäuden sollen lebendige neue Räume entstehen, wie das funktionieren kann, berichtet Stefan Aumann.
00:11:03: Wir haben ja zwei Kasernen auf beiden Bleiben alte Bestandsgebäude stehen.
00:11:08: In York sind es gerade vier Mannschafts-Gebäude und ein Lehr-Gebäude was demnächst und beziehungsweise jetzt schon umgebaut wird.
00:11:15: in Oxford sind es eine Mannschaft gebäude.
00:11:20: Was ich besonders bemerkenswert finde, aufgrund der Bausubstanz haben wir sehr viele unterschiedliche Herangehensweisen.
00:11:26: Wir haben Investoren die wirklich die klassische Taufteilung nutzen aus dem langen Gang, vielen Zimmern eher einen Studenten-Studierenden wohnen machen.
00:11:36: Aber auch Möglichkeiten gibt.
00:11:38: es.
00:11:38: ein Projekt wo zwei Vitaunhäuser in die Mitte gesetzt werden also eine Zuganglichkeit von unten und dann vertikal ergibt sich das Gebäude.
00:11:47: Wir haben auch Sachen, das in einem großen Bestandsgebäude, was ich erwähnte auf Oxford über Laubengänge eine Zugänglichkeit von außen geschaffen wird.
00:11:55: Also wo der Mittelgang dann keine Rolle mehr spielt und der Wohnung zugeschlagen wird.
00:11:59: Das ist wirklich ganz erstaunlich welche Möglichkeiten die heute bieten und dadurch erhoffen wir uns natürlich auch eine gute Mischung, dass eben nicht nur kleine Apartments entstehen, die ganz normal werden sondern wirklich auch verschiedene Ansätze und das sieht man sehr gut, dass es auch klappt.
00:12:15: Die entsprechen vielleicht noch mal dieses Projekt auf Oxford, das Oxcamp ganz besonders.
00:12:21: Das ist eben ein Wohnort für Azubis, für Studierende mit Mittelnisslandes NRW über Wohnraumförderung auch sehr gut unterstützt wo auf verschiedenen Ebenen die beiden Gruppen zusammenkommen.
00:12:34: Sehr tolle Investoren, die auch versuchen ja über die Sozialplanung nachzudenken.
00:12:40: dass es Gemeinschaftseinrichtungen gibt vergleichsweise Jungen Azubis auch kümmert das alles in einem Gebäude und das alles auf verschiedenen Fluren ohne, ja ich sag mal so ein eintöniges Wohnheim zu erzeugen.
00:12:51: Das ist wirklich ganz wunderbar!
00:12:52: Und das steckt alles in diesen alten Gebäuden.
00:12:55: Da sieht man den von außen nicht an.
00:12:57: aber es ist so viel Fläche, so viele Möglichkeiten und da versuchen wir natürlich möglichst viele auch zu animieren verschiedene Ideen auszuprobieren.
00:13:04: Die kleinen Wohnungen für junge Leute sind nur Einbaustein der Entwicklung.
00:13:08: Im York-Quartier entsteht eine Mischung, gefördert und frei finanziert Mietwohnungen, Stadthäuser, eigene Häuser für Familien, Wohnen für mehrere Generationen – dazu Ateliers im denkmalgeschützten Bestand und Büros im
00:13:20: Neubau.".
00:13:22: Also ich glaube es ist sehr wichtig dass wir die Quartiere so ausrichten das wirklich eine mögnesbreite Mischungen an Wohnformen, späteren Bevölkerungsgruppen aber auch eine breite Mische an Investoren und Bauherren stattfindet.
00:13:34: Wir haben auf Oxford eine Genossenschaft private Baugruppen, die im Eigentümen oder im Mietwohnprojekt leben.
00:13:41: wir haben das klassische Investoren-Projekt, wir haben auch Projekte, die Anleger in einem Wohnung kauft und dann später vermietet.
00:13:49: Ich glaube wenn man erreicht dass das Quartier gut gemischt ist, erreicht man auch, dass es recht stabile später die Vervölkerung sich ändert.
00:13:57: Wenn die Altersgruppen ändern, wenn sich die Bewohner durchmischen haben wir glaube ich immer eine Situation dass das Quartier nicht rot in einer Richtung sich zu entwickeln einfach aufgrund der Vielfältigkeit.
00:14:08: und da ist natürlich auch ein ganz wichtiger Faktor den öffentlichen Wohnungsbau, den wir auch vorsehen für dreißig Prozent aller Wohnanheiten werden öffentlich gefördert sein.
00:14:16: Auch das ist ein ganz wichtiges Zeichen.
00:14:17: Wir brauchen eine wirklich durchmischte Gruppe wo alle altersgruppe dazugehören Alle Einkommensschichten dazu gehören Und einen Zugrupp natürlich.
00:14:26: Ja, das was wir heute statt der kurzen Wege nennen ist schnelle Durchwegbarkeit.
00:14:30: Die Kindergärten sind schon vor Ort die Grundschule im Jörrquartier erweitern werden Stadtteilzentrum mit den entsprechenden Handelsangeboten Das muss alles verort sein auch in der Hoffnung und in der möglich machen von kurzen wegen die dann Münster natürlich optimalerweise per Rad erledigt werden dass eben möglichst häufig das Auto stehen gelassen wird.
00:14:49: Das ist ein Ziel und deswegen ist diese Mischung so wichtig.
00:14:52: Deswegen geben uns da so Mühe.
00:14:54: Ein Quartier besteht natürlich aus mehr als nur Wohnungen.
00:14:57: Im York-Quartier gibt es zum Beispiel schon neue Kitas und auch eine neue Grundschule, die übrigens gerade erst mit einem Architekturpreis ausgezeichnet wurde.
00:15:06: Zwischen Schule, Kitas oder dem ehemaligen Offizierscasino liegt der Bürgerpark.
00:15:10: Darüber haben wir im NRW Obahn Journal ausführlich berichtet.
00:15:15: Manche Entwicklungen stehen aber noch ganz am Anfang Zum Beispiel das Casino selbst in dem ein Nachbarschaftshaus für Gremendorf entstehen soll.
00:15:23: Bei so vielen verschiedenen Bauvorhaben ist klar, ein Quartier dieser Größe baut niemand allein.
00:15:28: Münster arbeitet bei der Konversion der Kasernstandorte mit NRW Urban zusammen.
00:15:34: Über diese Zusammenarbeit berichtet uns Heinz Weifels auf der Messe.
00:15:37: Wir kümmern uns um das Thema Termine Qualitäten und Kosten Aber das Team steuert halt teilweise parallele Bauabläufe.
00:15:46: Das ist nicht ganz profan auf so einem Gelände, wenn wir also Bestände haben die auch erreichbar bleiben müssen.
00:15:52: Wenn wir gleichzeitig Bauffelder haben die neu erschlossen werden und Baugehnehmigungen natürlich erst dann möglich sind, wenn man eine Erschließung gesichert hat.
00:16:01: Das heißt wenn man zumindest Fair-und Entsorgung geregelt hat und wenn auch zumindest ne Baustraße vorhanden ist Und das immer unter dem Aspekt, dass ja auch die Erstunterbringungseinrichtungen für die Flüchtlinge weiter angedient werden muss.
00:16:14: Angedient wird muss zwingend an der Stelle und auch die Themen wie Kampfmittelbeseitigung, die gerade auf dem York-Quartier eine große Rolle spielten und immer wieder in die Bauabläufe eingegriffen haben.
00:16:28: Denn die haben dann absolut Vorrang vor allen anderen Tätigkeiten, die wir mit Abriss-, Straßekanalbau oder Freiflächenherrichtung doch eigentlich immer im parallelen Verfahren begleitet haben.
00:16:40: Darüber hinaus haben wir aber auch durften wir, nachdem der gute Start gelungen war und die ersten Wohnquartiere auch erschlossen waren dann wiederum im Auftrag auch der Stadt Münster uns um das Thema Errichtung von sozialer Infrastruktur kümmern.
00:16:53: also wir haben den Bau von Kindergärten in einer Grundschule begleitete
00:16:56: Ein spannendes Projekt und nur eines von unzähligen, die wir hier bei NRW O-Bahn begleiten.
00:17:01: Auf der Expo Real in München zeigen wir am Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen Jahr für Jahr, welche Entwicklung es aktuell gibt.
00:17:08: Und der Stand dient dabei auch als Schaufenster für solche Großprojekte wie das Jörg Quartier in Münster.
00:17:15: Und am Stand treffen viele Akteure und Akteurinnen zusammen, die sich austauschen können und von ihren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren können.
00:17:23: Das hat Reimar Monitor hier nochmal sehr schön gelobt!
00:17:26: Also es gibt ja auch über die Landesnetzwerke einen regen Austausch – insofern lernen wir auch von Münster und von Paderborn wie man damit groß Konversionen umgeht.
00:17:37: Das ist ja eine Gemeinsamkeit, die Nordrhein-Westfalen hat.
00:17:40: Dass im Rahmen der verschiedenen industriellen Produktionsepochen kann man fast sagen dann die Dinge aus der Nutzung fallen und wir dann davor stehen vor allen Dingen kommunal mit diesen Arealen und Gebäuden und Immobilien im generellen Sinne umzugehen sie nachzunutzen.
00:17:56: Und da kann man quasi schon sagen das NRW ein Umbau landen und hat eine große Tradition.
00:18:01: Das schwierigste ist der Einstieg Also die Anfangsphasen, wenn man da vor Brachflächen steht oder vor einer großen Immobilie oder auch nach Kirche und dann immer den Krankenhaus.
00:18:11: Das sind ja alles eigentlich Potenziale aber sie kommen erstmal daher wie eine große Last Und deswegen geht es gerade in der Anfangsphase darum gute Beispiele mitzubringen und zu sagen Schau mal hier ist das schon gelungen Es war auch letzten Endes anstrengend Aber es hat sich gelohnt.
00:18:27: es gibt eine gute Nachnutzung.
00:18:28: Wir brauchen dafür eben keine andere Fläche woanders neu in Anspruch zu nehmen ist in dem Sinne dann klug und dann fällt aber der Einstieg in die Projekte leichter.
00:18:38: Ja, was machen wir mit dem, was schon da ist?
00:18:40: Das war in diesem Jahr ein zentrales Thema an unserem Stand.
00:18:43: Aus Münster haben wir diese Antwort auf den Expereal erhalten – weiterbauen und umbauen!
00:18:48: Aus Mannschaftsstuben werden Wohnungen, aus einem Offizierscasino einen Nachbarschaftshaus, aus einer abgeschlossenen Gelände ein Stück statt.
00:19:01: Aufgenommen auf der Expo Real in München.
00:19:03: Ich bin Jenny für Matthäus, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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