Lebendige Räume: Zukunft veredeln in Frechen
Shownotes
Shownotes 00:00 Intro und Beschreibung der Staffel Jennifer Matthäus von NRW.URBAN eröffnet die Folge mit einem Überblick auf das zentrale Thema der aktuellen Staffel: Lebendige Räume.
01:00 Was passiert mit einem Industrie- oder Gewerbestandort, wenn die Produktion endet? Am Beispiel der ehemaligen Brikettfabrik Wachtberg in Frechen geht es um die Frage, wie große Industrieflächen nach dem Ende der Produktion weiterentwickelt werden können.
03:10 Der Standort Wachtberg und seine Geschichte Ein Audiomitschnitt vom Werksgelände gibt Einblicke in die heutige Nutzung und die Geschichte der Brikettfabrik. Magdalena Pötschke (Technische Beigeordnete, Stadt Frechen) und Henk Brockmeyer (Geschäftsführer, NRW.URBAN) sprechen anschließend über die Bedeutung des Standorts für Frechen und die Menschen, die dort gearbeitet und gelebt haben.
05:30 Brachflächen als Chance für die Stadtentwicklung Brachliegende Industrieflächen werden als wertvolle Ressource für neue Entwicklungen betrachtet. Anhand von Erfahrungen aus Bocholt und Ratingen geht es um Eigentumsverhältnisse, langwierige Prozesse und die Bedeutung von Mut und einem langfristigen Entwicklungsziel.
09:15 Gemeinsam planen: Kommune, Land und Eigentümer Die Entwicklung großer Brachflächen funktioniert vor allem im Zusammenspiel verschiedener Akteure. Am Beispiel Frechen wird erläutert, wie NRW.URBAN die Kommune unterstützt und warum eine frühzeitige Planung wichtig ist, um langfristig Gestaltungsspielräume zu sichern.
12:00 Auf dem Weg zum lebendigen Quartier Die Gesprächspartner sprechen über das Potenzial des Wachtberg-Areals: Die Nähe zur Innenstadt, vorhandene Infrastruktur und die gute Anbindung bieten Chancen für eine neue Nutzung. Ein Leitbild soll dabei helfen, eine langfristige Perspektive zu entwickeln, statt einzelne Investoren- oder Nutzungsideen zum Ausgangspunkt zu machen.
14:45 Moderne Gewerbegebiete brauchen mehr als Arbeitsplätze Wie können Gewerbestandorte auch außerhalb der klassischen Arbeitszeiten lebendig bleiben? Themen sind unter anderem Grün- und Freiräume, Entsiegelung, Rad- und Fußwege, öffentlicher Nahverkehr sowie ergänzende Nutzungen wie Gastronomie oder Sport. Auch der Denkmalschutz wird als Teil der zukünftigen Entwicklung betrachtet.
18:05 Wie packt man solche komplizierte Flächen an? Die Entwicklung von Brachflächen bringt besondere Herausforderungen mit sich – von Altlasten über komplizierte Eigentumsverhältnisse bis hin zur Finanzierung. Die Folge zeigt, welche Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten Kommunen nutzen können.
19:00 Land NRW und NRW.URBAN unterstützen Kommunen Mit Angeboten wie PSW und Go4Bauland begleitet NRW.URBAN Kommunen bereits in frühen Phasen der Flächenentwicklung – etwa durch Analysen, Eigentümerkontakte, Studien, Entwicklungskonzepte und die Suche nach passenden Förderinstrumenten.
20:30 Fazit und Ausblick Je früher die Entwicklung einer Brachfläche beginnt, desto größer sind die Gestaltungsmöglichkeiten. Für den ehemaligen Industriestandort Wachtberg steht die Frage im Mittelpunkt, wie aus einem bislang abgeschlossenen Werksgelände künftig ein offenerer, grüner und gut angebundener Ort zum Arbeiten und Leben werden kann.
Weitere Informationen:
https://perspektive-struktur-wandel.nrw/frechen-2/ https://www.go4bauland.nrw/ https://nrw-urban.de/
Historischer Audiomitschnitt aus der Brikettfabrik:
Quelle: Andrea Graf, Lisa Maubach/LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu unserer dritten Staffel des Podcasts Futobahnen von NRW Obahn.
00:00:13: Mein Name ist Jennifer Matthäus.
00:00:16: Wie immer nehmen wir sie mit auf eine Reise quer durch Nordrhein-Westfalen, und richten diesmal den Blick darauf was unsere Projekte ganz besonders macht.
00:00:26: Diese Frage begleitet uns ständig intern in unseren Teams ebenso wie extern in der Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden unseres Landes.
00:00:35: Eines haben alle unsere Projekte gemeinsam, im Mittelpunkt stehen die Menschen.
00:00:41: Ob es um neuen Wohnraum geht, lebenswerte Quartiere, nachhaltige Gewerbeflächen oder die Wiederbelebung brachliegender Areale – wir möchten lebendige Räume schaffen für und mit den Menschen!
00:00:54: In unserer aktuellen Staffel Lebendige räume widmen wir uns genau dieser menschlichen Komponente in unseren Projekten.
00:01:01: Und jetzt viel Vergnügen mit der dritten Staffel von Food Urban.
00:01:16: Was passiert eigentlich mit einem Industrie- oder Gewerbestandort, wenn die Produktion endet?
00:01:21: Hier hört man zum Beispiel gerade wie Braunkuhle veredelt wird.
00:01:25: Aber das endet ja auch bald.
00:01:26: und was passiert mit solchen Geländen dann?
00:01:30: In Nordrhein-Westfalen stellt sich diese Frage an vielen Orten.
00:01:33: Wo jahrzehntelang Kohle verarbeitet, stahlproduziert oder textilierend hergestellt wurden bleiben große Flächen zurück – oft mit alten Werkshallen, Gleisen und Straßen, manchmal mit Altlasten im Boden und häufig mit Gebäuden die längst Teil der Geschichte einer Stadt geworden sind.
00:01:51: Und es müssen nicht immer die großen Namen der Schwerindustrie sein.
00:01:54: Genauso gehören kleinere lokale Produktionsstätten dazu, eine Fleischfabrik, eine Eisfabrike, eine Keksfabriek ein eingestellter puten Massbetrieb oft mitten im Ort mit allem was dazugehört Lärm und Gerüche im Alltag der Nachbarschaft.
00:02:11: Solche Flächen sind eine Herausforderung, aber sie sind auch eine enorme Chance.
00:02:16: Denn wer eine ehemalige Industriefläche neu nutzt, muss nicht auf der grünen Wiese bauen!
00:02:21: Es können neue Arbeitsplätze entstehen, neue Grünräume und manchmal sogar ganz neue Stadtquartiere.
00:02:28: Wie das schon früh entwickelt werden kann, schauen wir uns heute an einem ganz besonderen Beispiel an – Der ehemmaligen Briquetfabrik Wachtberg in Frechen im Rheinischen Revier.
00:02:39: Hier wird noch Braunkohle-Staub produziert und die Prikettierung ist bereits jetzt stillgelegt.
00:02:44: Und spätestens in den vergangenen Jahren endet auch die Braunkohleverstromung und die braunkohle Veredelungen frechen.
00:02:51: Doch während die Werkstore noch geöffnet sind, wird bereits daran gearbeitet was danach kommen soll.
00:02:58: Darüber haben sich direkt auf dem Werksgelände Magdalena Pötschke technische Beigeordnete der Stadt Frechen und Hengbrockmeier Geschäftsführer von NRW Obahn unterhalten.
00:03:08: Der Standort wird zukünftig eben nicht mehr für die Kohleveredlung benötigt werden.
00:03:13: Und jetzt stellt sich natürlich für das Land und die Kommune die Frage, was passiert denn hier zukünftig an einem Standort?
00:03:19: Natürlich auch für den Grundstückseigentümer RWE Power.
00:03:21: Gefühlt Halbfrechen hat hier einfach gearbeitet und hat ja seine Geschichte.
00:03:26: zumindest Opa oder auch noch Vater haben hier wirklich gearbeitet.
00:03:30: Das war eben sozusagen Lebensader Aber es war immer ein abgeschlossener Bereich, so einen Bereich wo man nicht reinkam oder das große Werkstor ist und dahinter fand dann was statt.
00:03:41: Man hat's natürlich gesehen an Schloten und eben auch an Lärm und das gehörte einfach zum Stadtbild und auch zur Akustik der Stadt dazu ohne hier drauf zu können.
00:03:51: Eine Industriefläche ist eben nicht einfach nur eine Fläche auf einer Landkarte.
00:03:55: An ihr hängen Arbeitsplätze und Erinnerungen, manchmal die Geschichte ganzer Familien.
00:04:00: Und Wachtberg ist noch aus einem anderen Grund außergewöhnlich.
00:04:04: Das Areal liegt ganz nah an der Frechner Innenstadt also das Rathaus ist zu Fuß in gut einer Viertelstunde erreichbar und es riesig.
00:04:14: Bislang war es denn auch eine abgeschlossene Welt hinter dem Werkstor?
00:04:18: Und künftig soll hier wieder gearbeitet werden Aber der Standort soll sich zugleich öffnen und stärker Teil des Stadtwerden.
00:04:25: Und damit beginnt eine Aufgabe, die viele Kommune Nordrhein-Westfalen kennen.
00:04:30: Braachflächen gibt es überall – wenn man so will ist das ein nachwachsender Rohstoff.
00:04:34: Unsere Aufgabe ist es und das hat zum einen eine ökologische, aber auch eine ökonomische Komponente.
00:04:40: Dass wir als öffentliche Gesellschaft, öffentlicher Hand, Kommune Land gerne im Schulterschluss uns diesen Aufgaben stellen und dafür sorgen dass die Brachflächen nicht lange brach liegen sondern in besten Fall sehr schnell einer neuen Nutzung zugeführt werden.
00:04:54: Ein nachwachsener Rohstoff ein sehr schönes Bild für alte Industrieflächen.
00:04:58: Es beschreibt ziemlich gut warum ihre Entwicklung für Städte und Gemeinden so interessant ist Denn Fläche ist knapp und bevor neue Ecke oder Grünflächen versiegelt werden, lohnt der Blick auf das was sowieso schon längst bebaut und erschlossen ist.
00:05:13: Nur keine Brache ist eben wie die andere.
00:05:16: Mal gibt es einen Eigentümer, der gemeinsam mit der Kommune entwickeln will Oder mal sind Eigentümeverhältnisse besonders kompliziert Mal stehen Gebäude unter Denkmachschutz Mal stecken Altlasten im Boden Und manchmal kommt auch all das zusammen.
00:05:30: Was sich allerdings übertragen lässt, ist die Frage Wann beginnt man eigentlich mit der Entwicklung?
00:05:36: Magdalena Pötschke hat im Gespräch von ihren vielfältigen Erfahrungen berichtet, denn sie war schon in mehreren Kommunen mit Flächenentwicklungen beschäftigt.
00:05:44: Das größte Projekt in Bochhold ist ja auch eine Brachflächenumstrukturierung.
00:05:49: noch aber aus der Textilindustrie wo die Stadt wirklich in den Zwischenerwerb gegangen ist und die Sanierung mithilfe von Land und Bund durchgeführt hat um da sozusagen den Anschub zu geben.
00:06:04: In Ratingen, da hatten wir dann auch wieder mit NRW urbanen Kontakt dadurch dass die Ratinger Weststrecke reaktiviert wird für den Personenverkehr und im Grunde ein heute hauptsächlich gewerblich kleinteilig gewerbig genutzter Standort eine neue Anbindung erhält die dazu führen wird, dass sich dort auch ein urbanes Quartier entwickeln wird.
00:06:27: Aber ganz anders kein... Nicht ein Eigentümer, nicht ein großer, sondern viele kleine, die auch noch gewerblich tätig sind.
00:06:33: Es wird ein unglaublich langer Prozess werden das zu begleiten.
00:06:38: Ich glaube es ist ein ganz wichtiger Schritt wie es sein muss wenn wir in obane Räume gehen oder die entwickeln da auch mutig zu sein, dass schon mal der erste Puzzlestück gelegt wird wenn das Ganze noch nicht geht, aber dass man schon mal die Richtung aufzeigt und eben langfristig überlegt was sind die Ziele.
00:06:58: In allen Bereichen ist glaube ich das Thema Mut und Durchhaltevermögen auch gegenüber der Politik, die ja eher in fünf Jahresrhythmen denkt bei der Stange zu halten und die Zile einfach viel langfristiger zu setzen.
00:07:14: Und da sind wir glaube ich auch einen guten Weg.
00:07:16: Ja tatsächlich spielte sich in meinem Kopf während du gerade die verschiedenen Projektbeispiele durchdekliniert hat so ein bisschen so einen Filmabfall.
00:07:25: Die Brachflächen sind Phänomen, das wir landesweit beobachten werden auch immer in unterschiedlicher Konsolationen und unterschiedliche Herkunft oder unterschiedlicher Herausforderungen.
00:07:35: aber dann ist es am Ende egal ob wie die Textilbrachen im Münsterland uns anschauen oder die Möbelindustrie brachen in Ostwestfalen oder die Stahlstruktur wandelt eben im Rührgebiet oder eben im reinischen Revier.
00:07:48: Jetzt die Strukturwand und Aufgaben.
00:07:51: Und da ist sicherlich die Kompetenz, das Know-how was das Land Nordrhein Westfalen dann in weiten Teilen in Vertretung durch die landeseigen Entwicklungsgesellschaft NRW Urban mit ihren Töchtergesellschaften den Kommunen zur Verfügung stellt aber eben auch die Attraktivität und Zugänglichkeit zu Förderprogrammen oder dann auch mal die fachliche Neutralität mit einer Moderation, Anschubimpulse zu geben.
00:08:15: Also Brachflächenaktivierung in Nordrhein-Westfalen ist immer eine spezielle Zusammensetzung.
00:08:19: an Herausforderungen bedarf glaube ich bestimmter Kompetenzen und Fähigkeiten und die Erfahrung des Landes Nordrheinwestfalen noch unseres Unternehmens ist eigentlich dahingehend dass das am besten gelingt wenn man in intelligenter Zusammenarbeit versucht die Probleme anzugehen.
00:08:34: und dann ist der Schulterschluss zwischen die die Planungsurheit hat, dem Land Nordrhein-Westfalen.
00:08:39: Welches mit Förderung und Aktivierungsimpulsen diese Prozesse beschleunigen und verstärken kann?
00:08:44: Und dem Grundstückseigentümer immer einen Angang der am ehesten Erfolg
00:08:48: verspricht.".
00:08:49: Ja ich hatte ja gestern mal einiges hier also begleitig das Projekt jetzt genau ein Jahr in der Zeit ist es eigentlich ganz spannend gewachsen.
00:08:58: Das Thema Rahmenplan war gerade angegangen, begann wirklich gerade sozusagen in der ersten Woche.
00:09:07: Wir müssen darüber reden, wir müssen das noch profilieren.
00:09:09: Wir müssen es in eine neue Zeit bringen und was eben auch ganz wichtig war dass man das auch gegenüber Politik und wirklich mehr in die Öffentlichkeit zieht weil's wichtig ist dass alle damit ein Konsens darüber finden was hier passieren soll weil der wohnt natürlich einer zügigen Entwicklung manchmal auf die Realität trifft, wo es dann doch länger dauert.
00:09:31: Und dann kommt der Moment, wo einer sagt jetzt komme ich, ich habe mich dafür entschieden und dann muss das wieder ganz schnell gehen.
00:09:36: Also ist es total wichtig dass sowohl das Land grundsätzlich immer informiert ist was passiert, was kann sein, da keine Überraschung, sondern auch genauso politisch weil natürlich das eine Aufgabe ist, die der Kommunalpolitiker wahrscheinlich einmal in seinem Leben macht so ne Entwicklung da eben auch einfach mitgenommen werden.
00:09:59: Und dafür Bilder zu generieren, was aus so einem Werk zwei werden kann wie ich die vorhandene Infrastruktur intelligent in Wert setze.
00:10:06: und dann eben für den Fall und der wird kommen dass hier der Betrieb eingestellt wird seitens der RWE-Power vorbereitet zu sein nicht erst dann anzufangen zu sagen na jetzt müssten wir mal einen Gutachten machen.
00:10:16: jetzt müssen wir mal überlegen was geht denn hier planerisch?
00:10:18: und im übrigen lass uns mal mit nem Strukturkonzept untersuchen welche Nutzung wollen wir denn hier haben?
00:10:23: nein diese Aufgaben werden wir zu dem Zeitpunkt Wenn RWE sagt, die Produktion ist hier beendet.
00:10:28: Fertig haben.
00:10:29: und darum geht's!
00:10:30: Was hängt Brockmayer her?
00:10:31: Sagt klingt vielleicht selbstverständlich.
00:10:33: Ist es aber nicht denn Flächenentwicklung dauert einfach Jahre.
00:10:37: Politik dagegen arbeitet in Wahlperioden Und Unternehmen haben ganz andere Zeitpläne und Investoren möchten häufig so schnell wie möglich wissen was denn hier möglich ist.
00:10:48: Deshalb geht das nicht nur darum früh anzufangen.
00:10:50: eine Kommune muss auch entscheiden wohin sie eigentlich will.
00:10:54: Entfrechen wurde dafür unter Federführung der PSW, der Perspektive Strukturwandel GmbH einer gemeinsamen Gesellschaft des Landes NRW und RWE gemeinsam mit Politik und Öffentlichkeit ein Leitbild entwickelt.
00:11:09: Die PSW wurde gegründet, um für die Flächen, die durch das Ende der Braunkohleverstromung nicht mehr betriebsnotwendig sind neue Perspektiven für die Nachnutzung zu entwickeln.
00:11:20: Und ein solches Leitbild bedeutet durchaus auch einmal Nein zu sagen – etwa zu einer Nutzung oder einem Investor, der zwar schnell verfügbar wäre aber nicht zum langfristigen Konzept passt.
00:11:31: Dann aber im Übrigen nicht unter dem Paradigma der Zufälligkeit sondern mit einer gezielten Ansprache unter einem Konzept und eben zu folgen, die erstbeste Ansiedlung, die nehmen wir jetzt.
00:11:42: Sondern die Erstbeste, die hierhin passt und genau das adressiert was wir gemeinsam mit dem Quartier erreichen wollen.
00:11:48: Wir haben
00:11:48: uns auch Beispiele angeguckt wie man mit Flächen angegangen ist in Nordrhein-Westfalen und ganz unterschiedliche Standorte betrachtet haben.
00:11:56: Und da eben auch bei vielen dieses Markantenblieben ist das Gewerbegebiete nicht mehr von acht bis siebzehn Uhr belebt sind sondern sich von Kneipenstruktur über Sport, Aktivitäten etwas entwickeln kann und genutzt werden kann.
00:12:11: Das war in Dortmund äußerst beeindruckend.
00:12:14: Und euch kannst du ein paar Beispiele
00:12:15: nennen?
00:12:16: In Dortmund ist es weg.
00:12:17: Wir waren ja noch zum Abschluss was essen und sind dann zu den Autos gelaufen haben uns gefragt was machen nach die ganzen Jorger denn jetzt hier.
00:12:25: Ein modernes Gewerbegebiet besteht heute nicht mehr nur aus Hallen Parkplätzen und einer möglichst breiten Zufahrt für Lastwagen.
00:12:33: Grünflächen und Entsieglungen gehören dazu.
00:12:35: Rad- und Fußwege ÖPNV, aber auch Angebote die dafür sorgen dass ein Gebiet nicht nach Feierabend Menschen leer wird.
00:12:43: Und in Frechen soll deshalb etwas entstehen das Hankbock-Meyer ausdrücklich kein Null Acht Fünfzehn Gewerbegebiet nennt.
00:12:51: Wir wollen eine gewisse städtebauliche Achse auch ausbregen.
00:12:54: Das Werk zwei wird mit dem Denkmalpotenzial sicherlich eine besondere Rolle haben und dem sollen dann die Nutzer und Nutzung auch folgen.
00:13:04: Ich
00:13:04: finde eigentlich immer ganz pragmatisch und habe da bis jetzt auch mit dem Land sehr positive Erfahrungen gemacht, dass man schon guckt eher diesen Denkmalschutz der auf vielen Bereichen drauf liegt als Situation wahrnimmt.
00:13:18: Man hat darüber nachzudenken was man damit tut nicht als hier können wir nichts machen sondern wirklich eher diese Gedanke wie lösen wir das oder wie bilden wird es ab?
00:13:26: Lass uns darüber nachdenken wie wir das mitnehmen.
00:13:28: Und darüber hinaus stellen wir als NRW Urban in der Gewerbeflächenentwicklung, die werden nun landesweit auch betreiben immer wieder fest.
00:13:35: Dass es klug ist, Gewerbegebiete heute anders zu denken – nämlich mit grüner Anbindung, mit einem Radweg ans Zentrum angebunden aber auch mit zusätzlichen Nutzungen.
00:13:45: Die Gewerbetreibenden haben natürlich zunächst mal die Produktion und den Arbeitsplatz im Kopf Aber die Arbeit neben denen denkt natürlich auch anders habe ich hier nochmal ein Restaurant, wo ich vielleicht noch mal was essen gehen kann.
00:13:55: Ist da irgendwie mein Fitnessstudio um die Ecke und also auch das findet heute anders statt.
00:14:00: und solche zusätzlichen Nutzungen zu etablieren.
00:14:04: Das können wir uns glaube ich an diesem Standort auch sehr gut vorstellen und würde natürlich dann auch wiederum die Attraktivität des Standorts für eben die Gewerbe- und Industrieunternehmen die sich ansiedeln können nochmal deutlich erhöhen.
00:14:17: Auch die Anbindung oder die Mobilitätsthemen und Fragen werden heute anders gedacht.
00:14:22: Da geht es nicht nur darum, wie kriege ich denn meine Straße möglichst gerade in das Gewerbegebiet gelegt damit irgendwie der Sattelzug darstörungsfrei reinkommt sondern eben die weiteren Qualitäten.
00:14:31: Wie krieg ich dann auch G- und Radwegeverbindungen qualifiziert?
00:14:34: Was ist im Übrigen mit meinem ÖPNV?
00:14:37: Wie nutze ich die Infrastruktur?
00:14:38: Auch das hast du gerade schon gesagt, wenn um siebzehn Uhr der Gewerbebetrieb schließt.
00:14:42: Was passiert denn dann da auf den Straßen, auf dem Plätzen oder auf den Wegen?
00:14:45: Also alles das Symptomen, die heute landesweit gedacht werden.
00:14:49: Da ist die Aufgabenstellung überall gleich!
00:14:51: So weit klingt das fast nach einem Erfolgsrezept.
00:14:54: Also früh anfangen, ein Leitbild entwickeln, Bestand nutzen und die richtigen Partner suchen.
00:15:00: Ganz so einfach ist es natürlich nicht.
00:15:02: Denn gerade ehemalige Industrie- und Gewerbeflächen bringen Probleme mit, die eine Kommune allein schnell überfördern können.
00:15:08: Eines der größten Themen sind die Altlasten Und ja hierzu hatten wir auch schon eine ganz eigene Folge.
00:15:14: gerne einfach mal rein hören Und selbst wenn sich eine gute Nutzung finden lässt, muss am Ende jemand die Sanierung bezahlen.
00:15:21: Hinzu kommen komplizierte Eigentumsverhältnisse, Planungsrecht und eine Förderlandschaft in der man erst einmal wissen muss welches Programm denn überhaupt zum eigenen Projekt passt.
00:15:33: Magdalena Pötschke kennt solche Situationen aus mehreren Städten und sie ist froh dass es dafür auch Unterstützung gibt.
00:15:39: Es gibt ja ein großes Portfolio.
00:15:42: was ich glaube was in NRW schon besonders ist ist, dass wir diese Netzwerke haben über verschiedene Themen.
00:15:49: Auch wirklich die Leute wissen an wen sie sich wenden können auch wenn Sie in Förderlandschaften oder mit einem Thema völlig neu konfrontiert haben weil das war ja schon immer das Unternehmen was da produzierte und jetzt ist es auf einmal weg.
00:15:59: also es ist ja auch viele Kommunen ein absolutes Novum dann sich damit zu beschäftigen.
00:16:05: ich glaube diese Unterstützung ist einfach enorm wichtig.
00:16:09: das ist gar keine Frage.
00:16:10: auch wenn ich das jetzt schon paar Jahre mache Bin ich immer darüber froh, nochmal nachfragen zu können.
00:16:17: Wie gehen wir damit um und dann ändert sich eine Förderrichtlinie?
00:16:19: Und da wirklich nah dran zu sein und aber eben auch die Nähe als Schnittstelle zum Ministerium mit NRW über die große Übersicht haben.
00:16:29: Über alle Projekte, die als große Themen in NRW sind und das auch einordnen zu können.
00:16:35: wo stehen wir, wo steht wer zu sagen auf dem Land hier?
00:16:38: Die sind ganz weit.
00:16:39: Da steht einer vor der Tür und hier dauert es noch ein bisschen, also ich glaube das sind diese Themen die einfach total wichtig
00:16:44: sind.".
00:16:44: Und genau an dieser Stelle kommen die vielfältigen Unterstützungsangebote des Landes Nordrhein-Westfalen ins Spiel von der PSW über die Landesinitiative GoVorBauLand bis zu NRW-Urbanen.
00:16:55: denn die Unterstützung kann schon weit vor dem eigentlichen Bauen beginnen bei der Analyse einer Fläche beim Kontakt mit den Eigentümern, bei Gutachten und Entwicklungskonzepten oder auch bei der Frage welch Förderung überhaupt hier in Frage kommt.
00:17:10: Hank Pogmaier beschreibt NRW-Oban damit mit einem ziemlich anschaulichen Begriff, als eine Art rutes Telefon für die Kommunen.
00:17:18: Für das breite Alltagsgeschäft verstehen wir uns in den Aktivierungsinstrumenten Go vor Bauland ein Stück weit als Förderlutze und nehmen dann die Aufgabe war für die Themen und Aufgabenstellungen genau die Förderwege gemeinsam mit der Kommune zu eruieren um sie auch zu beschreiten die dem Projekt helfen und in Frage kommen.
00:17:38: Ich glaube, das wird eine Aufgabe sein, die insbesondere in den sich ja deutlich erschwerenden kommunalen Haushaltslagen nochmal von Bedeutung sein wird.
00:17:48: Jetzt kann man natürlich hingehen und sagen Förderungen ist das Allheilmittel nach meinem Dafürhalten braucht es aber eben mehr als nur das Fördergeld.
00:17:55: Es braucht eben die Instrumente um die Projekte wirklich so weit zu qualifizieren dass sie dann auch förderfähig sind.
00:18:01: Und ganz wichtig es braucht eben den kommunalen Impuls.
00:18:05: Und das ist ehrlicherweise eine Erfahrung, die ich über lange Jahre jetzt in der Flächenentwicklung gemacht habe.
00:18:09: Immer dann wenn sich ne Kommune der Aufgabenstellung verweigert getreu Dometto... Naja es ja nicht meine Fläche!
00:18:15: Der Eigentümer muss sich ja was davon überlegen.
00:18:17: Ja das tut er aber nichts.
00:18:19: Treten genau die Konstellation ein wie denn gerade beschrieben oder ich relativiere, in den selten Fällen tun ist die Eigentümer.
00:18:25: Wir haben hier sicherlich mit der RWE-Power eine Ausnahme aber die Fallkonstellation das Unternehmen wird abgewickelt dreimal verkauft geht viermal in die Insolvenz und hinterher ist irgendein Grundstückseigentüme auf dem Kanal Inseln im strukturierten Voreigentüma der Fläche.
00:18:40: Das haben wir schon so häufig erlebt.
00:18:41: und dann heißt umgang mit der fläche heißt im Zweifelzahl dann Verkehrssicherung und Zaundrom.
00:18:48: Und dass derartige Flächen keinen Beitrag zum Strukturwandel oder zur Entwicklung der Kommunen leisten, ist glaube ich klar.
00:18:55: und insofern stellen wir fest je früher die Kommunen sich auf den Weg machen gemeinsam.
00:19:00: mit den Angeboten der öffentlichen Hand des Landes, den Instrumenten Go for Bauland beispielsweise die Fläche wieder zu aktivieren desto besser ist das und wir verstehen uns da wirklich so ein Stück weit als das rote Telefon.
00:19:13: Wir haben früher auch sehr programmorientiert gedacht.
00:19:16: Wir denken heute problem- und lösungsorientiert und die Aussage ist jede Kommune ist herzlich eingeladen mit welchen Themen rund um Standort und Flächenentwicklung auch immer auf uns zuzukommen und diesen Weg zu nutzen.
00:19:29: Und das ist der Grund, warum auch schon vor einigen Jahren das Ministerium für Heimatkommunar des Bau- und Digitalisierung diesen Werkzeug oder Instrumentenkasten Go for Ball nochmal deutlich an den Instrumententang Anzahl erhöht hat und auch dass dynamische Kombinieren verschiedener Instrumente aus den verschiedenen Programmen mittlerweile möglich gemacht hat.
00:19:47: Aber keine Brache ist wie die andere.
00:19:49: es bedarf immer eines speziellen zusammengestellten Angangs und das zu ermöglichen ist die Idee des Landes Nordrhein Westfalen.
00:19:57: Keine Brache ist wie die andere.
00:19:58: Das hat unser Besuch in Frechen, denke ich ziemlich deutlich gezeigt.
00:20:02: Denn manchmal ist es ein Denkmal, manchmal sind das die Altlasten.
00:20:06: Mal gibt es wirklich viele Eigentümer mal einen einzigen und manchmal steht eine Kommune vor einer Entwicklungsaufgabe, die sie in dieser Größenordnung vielleicht nur einmal bewältigen muss.
00:20:19: Was sich dabei übertragen lässt, je früher eine Stadt sich mit der Zukunft einer Fläche beschäftigt, desto größer ist auch ihr Gestaltungsspielraum.
00:20:28: Und es lohnt sich nicht nur darüber nachzudenken was dort genau gebaut werden kann sondern welche Rolle der Ort künftig für die Stadt spielen soll.
00:20:37: Entfrechen soll aus einem Jahrzehnte lang abgeschlossenen Industriestandort wieder ein Ort der Arbeit werden aber diesmal in offener grüner und stärker mit der Stadt verbunden.
00:20:51: Das war Food Urban, der Podcast von NRW Urban.
00:20:54: Mein Name ist Jennifer Matthäus und vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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